Positionen
BSBD - Bund der Strafvollzugsbediensteten Deutschlands e.V.
Der Bund der Strafvollzugsbediensteten vertritt, unter dem Dach des DBB,
bundesweit die Interessen der 38 000 Bediensteten im Justizvollzug.
Er ist mit rund 25.000 Mitgliedern die größte gewerkschaftliche Organisation der
Beschäftigten im Justizvollzug der Bundesrepublik Deutschland.
Besonders wegen der seit 01. Januar 2008 veränderten Länderkompetenzen ist eine
länderübergreifende Zusammenarbeit der BSBD Landesbünde notwendig.
Die Gewerkschaftsarbeit in den Bundesländern kann einer
ländergrenzenübergreifenden Zusammenarbeit, mit einem umfangreichen
Informations- und Erfahrungsaustausch der Ministerien und Justizminister, welche
nach wie vor zweimal jährlich organisierte Amtschefkonferenzen und
Justizministerkonferenzen abhalten, nicht nachstehen.
Ziele und Positionen
Der BSBD fordert unter anderen:
- einheitliche Mindeststandards des Justizvollzugs innerhalb der
Mitgliedsländer der Europäischen Union;
- eine einheitliche Justizvollzugsgesetzgebung;
- keine Teil- oder völlig privat betriebenen Justizvollzugsanstalten
sowie keinen Einsatz privater Dienstleister im Justizvollzug;
- Empirische Untersuchungen und Statistiken über Rückfalltäter;
- eine Stärkung der Inneren Sicherheit durch mehr Abstimmung
zwischen den Bundesländern;
- die Schaffung einer Vollzugsakademie zur Sicherung einer
einheitlichen Aus- und Fortbildung auf Bundes- und Europaebene;
- eine Optimierung und Standardisierung beruflicher Aus- und
Weiterbildung;
- gleiche Rahmenbedingungen für alle Justizvollzugsbediensteten;
- einen konsequenten Ausbau der instrumentellen, administrativen und
sozialen Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten;
- die Stärkung des Berufsbeamtentums;
- eine einheitliche Besoldung und Versorgung;
- der Verantwortung entsprechend bessere Beförderungs-, Aufstiegs-
und Eingruppierungsmöglichkeiten;
- die Schaffung einer Sonderlaufbahn Strafvollzug;
- die Wiedergewährung der „Gitterzulage“ bei allen
Vollzugseinrichtungen;
- eine Gleichbehandlung von Tarifkräften und Beamten bei der
Berücksichtigung der „Gitterzulage“ in der Altersversorgung;
- eine einheitliche Altersgrenze von 60 Jahren für alle im
Justizvollzug Tätigen;
- eine abschlagsfreie Altersversorgung für die besonderen
Altersgrenzen aus Tarif- und Beamtenbereich;
- die Schaffung von Versorgungsrücklagen, zur Absicherung der
Pensionskosten.
Der BSBD
- vertritt die berufspolitischen, rechtlichen sozialen und
wirtschaftlichen Belange der Anwärterinnen und Anwärter, Aktiven und
Ehemaligen, wozu er sich aller gesetzlich zulässigen gewerkschaftlichen
Mittel bedient;
- vertritt die Belange der Justizvollzugsbediensteten in den
Medien;
- ist eine Interessengemeinschaft aller im Justizvollzug tätigen;
- repräsentiert die 16 Landesbünde auf Bundesebene und unterstützt
diese;
- steht auf Landes-, Bundes- und Europaebene mit hoher Fachkompetenz
im permanenten Kontakt mit allen wesentlichen Entscheidungsträgern der
Berufspolitik im Justizvollzug;
- ist ehrenamtlich organisiert (keine vollzugsfremden
Berufsfunktionäre) und ist von daher mit den Problemen der
Vollzugsbediensteten und des Vollzugsalltags bestens vertraut;
- hält alle fünf Jahre einen Gewerkschaftstag ab, bei dem die
gewerkschaftliche Richtung für die folgenden Jahre festgelegt wird;
hält jährlich eine Bundeshauptvorstandssitzung und eine
Bundesvorstandssitzung ab. Diese Konferenzen haben programmatischen
Charakter und bieten entsprechende Lösungen an;
- widmet sich mittels Experten bei Bedarf besonderen
Aufgabenstellungen: So finden z. B. regelmäßig Arbeitskreise im Tarifrecht
und der Frauenvertretung statt;
- bekennt sich ausdrücklich zum geltenden Streik- und
Schlichtungsrecht für Arbeitnehmer;
- unterstützt und fördert die Zusammenarbeit der angeschlossenen
Landesbünde;
- ist in der Erfüllung seiner Aufgaben, Ziele und Beschlüssen
parteipolitisch und konfessionell neutral;
- setzt sich für die stetige Fortentwicklung von justizvollzugsrechtlichen
Regelungen ein;
- fördert das kollegiale Miteinander aller Mitglieder;
- gestaltet und unterstützt wirkungsvoll die Arbeit der Personalräte;
- lehnt Privatisierungsbestrebungen im Justizvollzug nachdrücklich ab.
Der Bundesvorsitzende hat einen ständigen Sitz im DBB – Bundesvorstand, DBB
Bundeshauptvorstand und in weiteren Gremien des DBB. Z. B: in der
Expertenkommission Innere Sicherheit und im Ausschuss für Soziales und
Europaangelegenheiten.
Ein stv. Bundesvorsitzender hat weiterhin einen ständigen Sitz im DBB –
Bundeshauptvorstand.
Ein stv. Bundesvorsitzender als Tarifbeschäftigter hat einen ständigen Sitz
in der Bundestarifkommission der DBB Tarifunion
BSBD Erfolge in seiner über 50-jährigen bundesweiten
gewerkschaftspolitischen Arbeit
Der BSBD hat in seiner über 50-jährigen Geschichte eine Vielzahl von
gewerkschaftlichen Erfolgen für die Bediensteten des Justizvollzuges erzielt; so
unter vielen anderen:
- Überführung des allgemeinen Justizvollzugsdienstes vom einfachen in den
mittleren Dienst;
- Anhebung des Eingangsamtes im mittl. Verwaltungsdienst;
- Zweimalige Anhebung des Eingangsamtes im Allgemeinen
Justizvollzugs- und Werkdienst;
- Deutliche Verbesserungen bei Eingruppierungen, Aufstiegs- und
Beförderungsmöglichkeiten;
- Anhebung der Beförderungsobergrenzen;
- Überleitung der Spitzenämter, von den einzelnen Laufbahnen, in die
jeweils nächst höhere Laufbahngruppe;
- Gewährung von Stellenzulagen;
- Ruhegehaltsfähigkeit von Zulagen;
- Besondere Altersgrenze (60 Jahre) für den Allgemeinen Vollzugs-,
Werk- und Krankenpflegedienst;
- Ausgleichsbetrag zum Ausgleich der besonderen Altersgrenze;
- Regelungen zum Ausgleich von Versorgungslücken (bei der besonderen
Altersgrenze).
Durch die Kooperation der einzelnen BSBD-Landesverbände mit der bzw. über die
BSBD-Bundesorganisation konnten weitere zahlreiche Verbesserungen erzielt
werden. Unsere Internetseiten informieren aktuell darüber.
Mitgliedsbeitrag
Die Mitgliedsbeiträge sind in den Landesverbänden unterschiedlich gestaltet.
Die Ehrenamtlichkeit der Funktionsträger stellt einen bedeutenden Vorteil, wegen
der Praxisnähe und dem Basisbezug, dar. Die Mitgliedsbeiträge bieten ein
ausrechendes Angebot zur beruflichen Absicherung und deren speziellen Risiken.
Im Beitrag enthaltene Leistungen:
- Wirkungsvolle gewerkschaftliche Interessenvertretung – siehe das
BSBD-Organigramm.
- Informations-, Lehrmaterial, Fortbildungsveranstaltungen und
Seminare.
- Rechtsschutz in allen dienstlichen Angelegenheiten durch eigene
Anwälte in den DBB-Dienstleistungszentren.
- Verschiedene Versicherungs- und Dienstleistungen, welche z. T. im
Mitgliedsbeitrag enthalten sind, z. B. Schlüsselverlust- u.
Diensthaftpflichtversicherung. Eine breite Palette von ausgesuchten
Angeboten können Mitglieder zu günstigen Konditionen über das
DBB-Vorsorgewerk und über die BSBD-Landesverbände auswählen.
- Mitgliedschaft im DBB (Deutscher Beamtenbund und Tarifunion) sowie
der CESI (Confédéderation Européenne des Syndicats Indépendants) auf
europäischer Ebene.
Nähere Einzelheiten über die Arbeit des BSBD vor Ort, Beiträge,
Leistungen und Organisation erfahren Sie über Ihren Landesverband (siehe
Kontakt) und den Ortsverband Ihrer Justizvollzugsanstalt.