06. November 2021

Offensichtliches Motto der Td-L „Wir verweigern alles“

2. Verhandlungsrunde in Potsdam mit dem Td-L

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die aktuellen Tarifverhandlungen stehen scheinbar unter dem Motto:

- Wir verweigern alles -

Es ist doch alles gut so, wie es ist. Inflation? Sehen wir nicht, gibt es die?

Noch vor Monaten standen unsere Politiker in den Kreis- Land- und im Bundestag zusammen und stimmten ein Loblied über den öffentlichen Dienst und die Systemrelevanz unserer Berufsgruppe an.

Inzwischen muss man feststellen, Euer Einsatz und Euer Engagement, eingebracht zum Nachteil Eurer Gesundheit, Psyche und Euren Familien, scheint vergessen.

Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung. Einen anderen Menschen zu wertschätzen bedeutet auch, dessen Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen.

Davon sind die Mitglieder des Td-L weit, weit entfernt. Ja, Corona war eine Ausnahmesituation, ansonsten sehen wir aber keinen Bedarf, etwas zu verändern.

Hier bei den Verhandlungen zu sitzen und sich so etwas anzuhören ist sehr schwer zu verarbeiten. Entsetzen, Wut und Fassungslosigkeit über die Einstellung der Verhandlungsführer des Td-L wechseln sich stetig ab.

Wenn man von Euch Pflichten fordert und Euch nicht den verdienten Lohn zugesteht, muss der Td-L mit Konsequenzen rechnen.

Gerade jetzt ist es so wichtig, dass wir alle und ich meine wirklich alle, füreinander einstehen. Ob angestellt oder verbeamtet. Egal in welchen Bereichen wir alle tätig sind. Wenn wir nun nicht endlich zusammen auf die Straße gehen und Flagge zeigen, werden wir am Ende mit nichts dastehen.

Solidarität untereinander ist nun gefordert. Lasst uns unsere Komfortzone endlich verlassen.

Niemand darf am Ende kommen und sich beschweren, wenn es keiner für nötig hält, für den anderen einzustehen.

Hier geht es um uns alle.

 

 Sönke Patzer

Vors. AG Tarif BSBD