30. Mai 2018

Der Justizvollzug in Mecklenburg-Vorpommern stirbt aus

Nachdem nun endlich die neue Dienstpostenbewertung seitens des Justizministeriums in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet wurde, herrscht Fassungslosigkeit in den Reihen der Justizvollzugsbeamten. Im Klartext bedeutet dies für jeden Bediensteten im Schichtdienst, dass mit der Beförderung zur Besoldungsgruppe A8 das Endamt erreicht ist! Schaut man auf die Nachbar-Bundesländer Brandenburg und Schleswig-Holstein, so sieht man hier die A8 als Eingangsamt für die Justizvollzugsbeamten. Aus Sicht der Gewerkschaft BSBD und aus meiner Sicht als Bundesjugendvertreter des BSBD ist dieser Umstand nicht tragbar!

Auf der einen Seite möchte man hochausgebildetes Personal in den Justizvollzugsanstalten des Landes sehen und auf der anderen Seite streben die Perspektiven für junge Menschen gegen Null. Dies spiegelt sich auch, so die Meinung der Gewerkschaft, in den seit einigen Jahren stark rückläufigen Bewerberzahlen wieder. Es wird endlich Zeit, dass die Politik handelt! Bessere Karriereaussichten, bessere Bezahlung (z. B. Anwärtersonderzuschlag) und mehr Personal, dafür steht die BSBD-Jugend!  

Moritz Kalisch                                                                                                 Bundesjugendvertreter BSBD