10. Februar 2019

Warnstreiks im öffentlichen Dienst erneut notwendig

Auch die zweite Verhandlungsrunde am 07. Februar 2019 zur Verbesserung des Einkommens im öffentlichen Dienst ging erfolglos zu Ende.

 

Die Forderungen des dbb

 

·       zur Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 %, mindestens 200 Euro

·       zur Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte um 100 Euro

·       zur Wiederinkraftsetzung der Vorschrift zur Übernahme von Auszubildenden und zur Schaffung von Regelungen über die Ausbildungsbedingungen von Studierenden in ausbildungs- und praxisintegrierten dualen Studiengängen

 

werden seitens der Arbeitgeber bislang nicht erfüllt.

 

„Gutes Geld für gute Arbeit.“ Dieses Motto haben unsere Arbeitgeber anscheinend schon lange aus den Augen verloren. Das gern verwendete Wort Arbeitsverdichtung ist nichts anders als ein Synonym für mehr Arbeit mit weniger Personal in der gleichen Zeit. Die gestiegenen Arbeitsbelastungen im öffentlichen Dienst, so auch im Justizvollzug müssen sowohl für die Beschäftigten wie für die Beamten angemessen honoriert werden. Die Erfüllung der erhobenen Forderungen des dbb wären ein wichtiger Teil davon. Sicherheit und Arbeitsleistung gibt es nicht umsonst.

Verlagern wir den Arbeitsdruck auf die Straße und geben ihn an unsere Arbeitgeber in Form von Warnstreiks und Demos weiter. In verschiedenen Aktionen und unter Beteiligung der BSBD Landesverbände hat der öffentliche Dienst seinen Forderungen bereits Nachdruck verliehen. Neben Baden Württemberg, Saarland, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird Hamburg am 12.02.2019 die Aktionswelle mit einem Warnstreik und einer Demo fortsetzen.

„Jetzt müssen wir vor Ort, in den Betrieben und Dienststellen, die Schlagzahl erhöhen und unsere Protestaktionen, Demos und Warnstreiks ausweiten.“, kündigte Volker Geyer, stellvertretender Vorsitzender und Tarifvorstand des dbb, an. Auch Beamte sollen sich an den Aktionen außerhalb des Streiks beteiligen. Durch eine aktive Mittagspause oder durch die Nutzung der dienstfreien Zeit für Protestaktionen unterstützen sie die Tarifbeschäftigten im Arbeitskampf und verleihen der Forderung Nachdruck, die Tarifergebnisse für Beamte zeit- und inhaltsgleich zu übernehmen.

 

Rene Müller
Bundesvorsitzender BSBD